21.08.2023

Die Q2 steht in zwei Gruppen am Barmer Bahnhof und wartet darauf, in ihre jeweiligen Busse zu kommen. Die Busaufteilung hat schon vorher stattgefunden. Das Hauen und Stechen am Schwarzen Brett werden die meisten nicht so schnell vergessen. Die Listen wurden später von einer nicht namentlich genannten Lehrkraft mit folgenden Worten kommentiert: „Bus 1 ist ja ein richtiger Katastrophenbus!“ Für korrektes Zitieren übernehmen die Autoren keine Gewähr, hier wird lediglich die Gerüchteküche der Stufe wiedergegeben.

Im Englisch LK von Frau Bischoff wurde Bus 2 dann ebenfalls ein Spitzname verpasst: Der Mozart-Bus, später auch „Intellektuellenbus“ genannt.

Also los geht’s. Bus 1 macht den Anfang. Dabei scheint es der Busfahrer deutlich eiliger zu haben als der von Bus 2, denn aus unerfindlichen Gründen - man munkelt, er habe sich nicht immer an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten - kommt Bus 1 eineinhalb Stunden vor Bus 2 an.

Etwa sechs Stunden später stört heftiges Rollen und Zerren von Koffern die friedliche Ruhe von Hamburg-Wandsbek. Endlich bevölkert die Q2 des Gymnasiums Sedanstraße das Bed [&] Breakfast, fußläufig nur zwei Minuten von der U-Bahnstation entfernt. Schräg gegenüber befindet sich ein Supermarkt, wo sich die meisten erst mal mit Snacks und Getränken eindecken. Dann werden die Zimmer bezogen und genau in Augenschein genommen.

Um Punkt 17 Uhr - natürlich sind alle pünktlich - trifft sich die Gruppe mit ihren Begleitern Frau Dabringhausen, Herrn Buhl, Frau Steinkuhle, Frau Steberl-Krähl und Frau Bischoff wieder vor dem Hoteleingang, um mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken zu fahren.

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen sie die über die Landesgrenzen hinaus bekannte Elbphilharmonie.

Nach einem wunderschönen Ausblick von der Plaza inklusive ausgedehntem Fotoshooting werden die Schüler in ihre Freizeit entlassen.

Gegen 22 Uhr finden sich alle in der bereits dunklen Lobby ein, um sich bei den Lehrern zurückzumelden. Dann soll es ins Bett gehen - aber natürlich nicht für die meisten Schüler… Diese treffen sich grüppchenweise auf ihren Zimmern und werden nicht selten von den patrouillierenden Lehrern aufgefordert, leiser zu sein.

Ein Bild, was einigen besonders in Erinnerung geblieben ist, sind zwei Lehrer, die sich in den Aufzug gekauert haben, um etwaige nächtliche Streuner aufzugabeln. Weil sich die meisten (!) an die abgemachte Zeit gehalten haben, wird die Ausgangsbeschränkung am nächsten Tag um eine Stunde verlängert.

Autor
Daniel Buhl
Veröffentlicht
05.11.2023